Die deutsche Verfassung von 1871

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Vielfach wird insbesondere im deutschsprachigen Telegram und auf YouTube die Forderung vorgebracht, wir Deutsche müssten oder gar könnten ausschließlich über die Wiederherstellung des 1919 in fragwürdiger Weise „abgeschafften“ Deutschen Reiches den Weg in die Freiheit finden.

Das wichtigste Schlagwort in diesem Zusammenhang lautet: „Verfassung von 1871“. Wie diese zustandegekommen ist und was dieser Rückschritt bedeuten würde, wird dabei jedoch gerne unter den Tisch gekehrt.

Der von der Deutschen Bundesakte vorgegebene Auftrag zur Verfassung der deutschen Staaten sollte per Dekret der jeweiligen Herrscher umgesetzt werden. Verhandlungen mit Vertretern der Stände bildeten eine rare Ausnahme, die Senate der Freien Hansestädte folgten ihrem Sonderstatus und beriefen sich auf traditionelle Regeln der bereits aufgelösten Hanse. Wie in dieser Übersicht ersichtlich ist, wurde das gemeine Volk in Sachen Verfassung allerdings nirgends gefragt: „oktroyiert“, „erlassen“, „gegeben“, „verkündet“, „verordnet“, „eingeführt“, usw.

Die Verfassung des Norddeutschen Bundes von 1867 diente der deutschen Einigung und öffnete die Tür für die süddeutschen Königreiche und Fürstentümer zum Beitritt als Bundesstaaten. Aus dieser Verfassung ging die Bismarck-Verfassung des Jahres 1871 hervor, welche das Deutsche Reich unter preußischer Führung begründete. Wenngleich die Bundesstaaten und Freien Städte weiterhin ihre Verfassungsfähigkeit behielten und auch über ihre innere Ordnung bestimmen konnten, fand ihre Souveränität als jeweilige Gliedstaaten des Deutschen Reiches ihr Ende.

Veröffentlicht im Reichsgesetzblatt Nr. 63 vom 16. April 1871 hieß es:

„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc. verordnen hiermit im Namen des Deutschen Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstages, was folgt: …“

Das Volk wurde auch 1871 nicht gefragt und die Verfassung bildete fortan die rechtliche Grundlage für das Deutsche Reich, bis sie am 14. August 1919 durch Artikel 178 der „Weimarer Verfassung“ aufgehoben wurde. Inwiefern dies rechtens war, sei für den Moment einmal dahingestellt, denn im Jahre 2020 stellen sich zu dem oben geschilderten Hergang ebenso Fragen wie zu den Inhalten der von vielen geforderten Verfassung von 1871 als Grundlage eines Post-BRiD-Rechtskreises.

Die gesamte Rechtsprechung des 19. Jahrhundert war maßgeblich von französischem Recht („code civil“ = Kanonisches Recht!) beeinflusst. Die Verfassung von 1871 vermochte zwar einige Aspekte des Preußischen Landrechts zu „retten“, beruhte jedoch ebenso überwiegend auf Kirchenrecht wie auch das BGB.

Für das 21. Jahrhundert ist diese Verfassung angesichts einiger Regelungen ohnehin zu hinterfragen, wenn nicht vollkommen unzeitgemäß. Sei es z.B. das Ständewahlrecht oder die rechtliche Stellung der Frauen.

Darüber hinaus definiert Artikel 6 den Bundesrath und dass die Herrscher der Bundesstaaten ihre Vertreter entsenden. Die Bundesstaaten sind weder faktisch vorhanden noch entsprechend organisiert. Davon abgesehen ist zu bezweifeln, dass die für den Gang über die Verfassung von 1871 wiedereingesetzten Könige und Fürsten sich die ihnen neu gegebene Macht einfach wieder nehmen lassen – sofern sie sich der Verantwortung überhaupt stellen wollen.

Artikel 11:

„Das Präsidium des Bundes steht dem Könige von Preußen zu, welcher den Namen Deutscher Kaiser führt.“

Folglich handelt es sich beim höchsten Vertreter des Reiches um einen Präsidenten mit dem „Namen [!] Deutscher Kaiser“. Dies ist letztlich eine reine, auf sentimentaler Geschichte beruhende Mogelpackung, welche mit einem echten Kaisertitel rein gar nichts zu tun hat. (» Was ist ein Kaiser?)

Wer also will diesen Rückschritt wirklich gehen?
Wer will sich weiterhin im Kirchenrecht bewegen?
Welches Weib und welcher Mann will sich entrechten lassen?
Wer will statt „Unterthan“ doch lieber frei sein?

Alles läuft nach Plan …

N8w & Magnus

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Marcel Chmurzynski
Marcel Chmurzynski
28. Jul. 2020 17:49

Die Bezeichnung Kaiser bedeutet „König der Könige“, die deutschen Könige haben mit der Bezeichnung Kaiser ihren König, also den König der Könige bestimmt.
Das lateinische praesideo bedeutet „schützen; die Oberaufsicht haben; befehligen“. In diesem Zusammenhang hatte der König der Könige, also der Kaiser, die Oberaufsicht und die höchste Befehlsgewalt im Bunde. Der Bund der deutschen Länder heißt auch „Deutsches Reich“.

Daß der Kaiser nur ein Präsident gewesen sein soll, da sollte man zuerst den Kopf einschalten und dann solche Falschaussagen weglassen. Denn der Begriff wäre formal und linguistisch vom lateinischen hergeleitet richtig als Vorsitzender und als Staatsoberhaupt, nur daß es sich ja bei einem Kaiserreich/Königreich nunmal nicht um eine Republik, sondern um eine Monarchie handelt.

Daß das Volk im Jahre 1871 nicht zur Verfassung gefragt wurde, wäre in der Bedeutung eines Volksentscheides richtig, ist aber im Rahmen der Vertretung durch einen Reichstag eben nicht richtig. Selbst auf Wikipedia (und ich teile die Ansicht, daß Wikipedia eine schlechte Quelle ist) liest sich dieser Umstand aber zum Nachteil des Verfassers obigen Textes wie folgt:

„Auf Grundlage dieser Verfassung wurde am 3. März 1871 ein neuer Reichstag durch das Volk gewählt, der am 14. April einem revidierten Verfassungstext zustimmte. Das Gesetz, betreffend die Verfassung des Deutschen Reiches vom 16. April 1871 fasste alle Gründungs- und Beitrittsverträge zusammen und ersetzte die Bezeichnung „Bund“ durch „Reich“; zur Betonung des Föderalismus blieb es bei der Bezeichnung „Bundesrat“. Der redigierte Verfassungstext trat am 4. Mai 1871 in Kraft.“

Der letzte Satz dieses vorzüglichen Interpretationsartikels setzt dem ganzen dann die Krone (corona) auf, der Titel „Deutscher Kaiser“ sei eine Mogelpackung gewesen. Bitte Vorsicht vor diesem Text und immer kritisch hinterfragen, denn auch auf alternativen Seiten ist nicht alles die Wahrheit.

Ich kenne da Leute, die lesen Resolutionen der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates und wenn man mit diesen Leuten spricht, dann heißt das plötzlich Weltsicherheitsrat und anderen Quatsch.

Dieser Artikel ist aus Wahrheiten und Halbwissen zusammengesponnen, jedoch ist es für den Laien nicht zu unterscheiden, wo die Wahrheit aufhört und das Halbwissen anfängt.

Richtig ist:

Die Könige waren die Staatsoberhäupter in ihren monarchistischen Staaten. Die Könige als Staatsoberhäupter sind übereingekommen, daß ihre Staaten einen Bundesstaat bilden sollen (und eben keinen Staatenbund, was etwas völlig anderes ist). Dieser Bundesstaat, als Bund der deutschen Länder, erhielt den Namen „Deutsches Reich“. Die Könige aller deutschen Länder als Oberhäupter ihrer Länder wählten einen König der Könige zum Oberhaupt des Bundes, welcher dann als König der Könige nun einmal Kaiser genannt wird.

Der Kaiser führt den Vorsitz in den obersten Behörden des Bundes (das Präsidium des Bundes) und ist somit in der Funktion ihr Präsident, aber nicht in der Wortwahl einer Republik, sondern in der Funktion eines Vorstandes, so wie man den Vorsitzenden eines Dackelvereins auch Präsident nennt, der dadurch ja nicht gleich das Staatsoberhaupt eines Staates wird.

Wer diesen Unterschied nicht erkennen kann, für den bleibt dieser Artikel leider nur Halbwissen.

Solarplexus
Solarplexus
29. Jul. 2020 13:49
Antwort an  N8waechter

Also, ich habe es ver-standen und bin ver-blüfft über eure grandiose Arbeit.

Heil euch beiden

Georg Steimle
Georg Steimle
28. Jul. 2020 18:24

Dazu möchte ich bemerken: Was kommt dabei raus, wenn das Volk gefragt wird? Richtig! Merkel. Daß ein Großteil des Volkes dumm und ignorant ist, ist bekannt. Deshalb funktioniert ja auch die Demokratie so gut.

Anna Gramm
Anna Gramm
28. Jul. 2020 20:42
Antwort an  Georg Steimle

Georg, Sie sprechen mir aus der Seele …

Stefan C.W.
Stefan C.W.
29. Jul. 2020 14:42
Antwort an  Georg Steimle

Ja, aber diese These (nichts anderes ist es) hat seine Voraussetzungen:

1.) entsprechende Medien. Wenn man z.B. Noam Chomsky heranzieht, haben diese in den westlichen Länder eine bestimmte Aufgabe. Diese lautet aber nicht, die Bevölkerung neutral und möglichst objektiv zu informieren, sondern Konsens herbeizuführen, Konsens im Sinne der Herrschenden.

2.) Wahlen. Sind die Wahlen in Deutschland frei, wird nicht manipuliert? Wie kommt es, dass wenn man in seinem Bekanntenkreis herumfragt niemand Merkel gewählt hat oder auch nur gut findet?

3.) „Das Volk ist dumm und ignorant“. Ja, könnte man meinen, allerdings ist das wohl auch eine Frage des Standpunktes. Woher kommt es allerdings, dass „das Volk“ in der Regel in seinen Angelegenheiten sichtlich richtig entscheidet? Warum funktioniert das nicht im Großen? Hat das irgendetwas mit den Medien zu tun?

Andere Thesen dieser Art sind: „die Deutschen machen keine Revolution“, dass diese schon zig Revolutionen unternommen haben, wird dabei geflissentlich ignoriert oder „the german angst“, gibt es sie? Wenn ja, hat sie allerdings einen sehr, sehr faktischen Hintergrund.

Ich muß ehrlich gestehen, mir gehen solche „Thesen“ (nett ausgedrückt) ziemlich auf den Geist und nach meiner Ansicht zeigen sie nur die Unkenntnis, Arroganz und Ignoranz ihrer Verbreiter.

Mohnhoff
Mohnhoff
3. Aug. 2020 17:22
Antwort an  Georg Steimle

Wo könnte man Merkel denn wählen? Gab es Wahlzettel, wo man Merkel als bunte Kanzlette ankreuzen könnte? Wüsste ich nix davon.

Werden die Wahlen denn überhaupt ehrlich und ohne Manipulation durchgeführt, sodass sie den Wählerwillen abbilden? Haben sie das seit 1949 jemals? Nach heutigem Kenntnisstand mehr als unwahrscheinlich.

Selbst wenn man sagt, wer CDU wählt, wählt automatisch Merkel, dann haben trotzdem um die 70 % gegen Merkel gestimmt. Inklusive Nichtwähler, denn die haben nicht gewählt, weil sie sich in diesem System der „repräsentativen Demokratie“ durch keinen der zur Auswahl stehenden Repräsentanten (besser: professionelle Korruptionäre) repräsentiert gefühlt haben, und die sowieso irgendwelchen Parteien zugeordnet werden, wo Fraktionszwang herrscht, die durch gesetzlich festgeschrieben Straffreiheit und Kontrolle der Staatsanwälte sowieso über dem Gesetz stehen, und die ganz offen verkünden, dass nur Blöde die Wahlversprechen glauben.

Also an welcher Stelle bitte haben die (zugegeben derbe hingespülten) BRD-Insassen ihre Unwürdigkeit zur freien politischen Selbstentscheidung belegt? Zu welcher Zeit seit 1949 konnten sie diese denn ausüben? Eben …

freierMensch
freierMensch
28. Jul. 2020 18:56

Lieber Kamerad,

schön das der Urlaub vorbei ist, für uns, die diesen Blog folgen mehr, als für den Blogbetreiber.

Ich habe jetzt 14 Tage auf eine Antwort auf meine Frage warten müssen, deshalb freue ich mich, diese jetzt stellen zu können. Es geht um folgendes YouTube Video:

Die Deutsche Lösung Telegram [YT]

Dort wird auf deine Blogbeitrag eingegangen und der Videomacher Frank R. hat sich viel Mühe gegeben, deinen Thesen zu widersprechen. Er hat wohl auch versucht in Kontakt zu treten, was aber aus Urlaubsgründen wohl nicht geklappt hat. Es wäre der Sache dienlich, wenn Du, lieber N8wächter, darauf mal eingehen könntest. Es hört sich wirklich nicht dumm an, was der Frank R. da in seinem Video sagt. Über eine Antwort, würde sicher nicht nur ich mich sehr freuen.

Danke, denn gemeinsam erreicht man mehr.

Grüße aus der Eifel, ich freue mich auf eine Veränderung.

Thomas aus Leipzig
Thomas aus Leipzig
28. Jul. 2020 19:44
Antwort an  N8waechter

Guten Abend N8wächter,

nach meinen Erkenntnissen zu diesem Thema wurden alle regierenden Fürsten damals einfach Ihres Amtes enthoben. Zumindest für die Sachsen hat Friedrich August damals keine Abdankungsurkunde unterschrieben.

Und noch ein Hinweis: In alten Büchern, zumindest sächsischen Büchern, finden wir ein Siegel. Das enthält zwei Buchstaben. L und S. Dies bedeutet nach meiner Kenntniss Lex Salica. Es soll auf die männliche Erbfolge Hinweisen. Und bei den Sachsen wäre das aus meiner Sicht: Michael Benedikt Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Ich bin mir sicher, diese Mitteilung stiftet weitere Verwirrung. Aber es ist leider alles sehr wirr.

Herzliche Grüße
Thomas aus Sachsen

Neo
Neo
28. Jul. 2020 20:38
Antwort an  N8waechter

Zitat N8wächter: „…eine zeitgemäße und freiheitliche Verfassung zu erarbeiten…“

Werter N8wächter,

mich würde sehr interessieren was du hiervon hältst:

Verfassungsentwurf von Gerd Lothar Reschke:

wertperspektive.de/verfassungsentwurf

HuS
Neo

Neo
Neo
29. Jul. 2020 11:39
Antwort an  N8waechter

Selbstverständlich. In der Ruhe liegt die Kraft. Sicherlich hat GLR hier sowohl diskussionswürdige als auch sehr gute Ansätze aufgelistet. Immerhin hat sich hier mal jemand die Mühe (bereits 2011) einen Verfassungsentwurf niederzuschreiben.

HuS
Neo

Lenz
Lenz
28. Jul. 2020 22:29
Antwort an  N8waechter

Werter N8Wächter,

sollte man man nicht der (staatsrechtlichen) Ordnung halber, zunächst zur – eigentlich bestehenden – 71er Verfassung zurückkehren, um sich dann erst eine neue, zeitgemäße Verfassung zu geben?

Heil und Segen
Lenz

Mohnhoff
Mohnhoff
3. Aug. 2020 18:05
Antwort an  freierMensch

Mir wurde das mal so erklärt, dass wenn man sich aus dem handelsrechtlichen Rechtskreis der BRD eine Verfassung gibt, dann bleibt das im Handelsrecht, weil sich Subjekte eines niederen Rechtskreis nicht einfach so in einen höheren begeben können (und dass eben der entsprechend Passus im GG eine Falle der Alliierten ist, die die Deutschen genau da reinlotsen wollen).

Und es bestünde auch die Gefahr, dass z.B. die Polen dann ihr verwaltetes Gebiet behalten, weil ja nicht das Volk des DR sich eine Verfassung gegeben hat, sondern die Insassen der BRD, die durch diesen Rechtsakt ihre alten Ansprüche aus dem DR aufgeben, da sie sich ja freiwillig zu einem neuen Staat mit neuer Verfassung zusammenfinden.

Daher müsste man erst völkerrechtskonform in den alten Rechtskreis zurück, das DR nach dem gültigen Recht handlungsfähig machen, Friedensverträge mit allen Kriegsparteien und allem Pipapo aushandeln (Gebietsabtretungen, Reparationen, etc), und erst dann kann man sich von dort durch Verfassungsänderung dorthin weiter entwickeln, wo man hin möchte.

Mir schien das damals plausibel (und sehr vertrackt), aber ich bin nicht vom Fach. Ich habe allerdings auch Schwierigkeiten, mir vorzustellen, dass die Deutschen (wer genau zählt dazu und wer nicht und wer prüft das?) einfach sagen können:

„So, wir Deutschen ignorieren jetzt mal die BRD, weil diese kriminelle Organisation gehört eh nicht uns, und wir beschließen aus freier Selbstentscheidung, dass das alte Völkerrechtssubjekt Deutsches Reich (oder eben der Bund aus solchigen?) mit allen dazugehörigen Liegenschaften wieder handlungsfähig wird, und zwar nach ganz neuen Regeln, die wir uns als Verfassung hier und jetzt selber geben, und dann nehmen wir alle seit 1918 geklauten Gebiete dankend zurück unter unsere Verwaltung und wünschen allen in der Besatzungszeit völkerrechtswidrig angesiedelten Volksgruppen und deren Nachkommen eine gute Heimreise. Pfiads eich!“

Wie kann man das völkerrechtlich durchsetzen, also erstmal allein formaljuristisch, ohne Berücksichtigung der sicher zahlreichen Gegner? So schön das klingt, wird das schon aus logistischen Gründen schwierig, ganz abgesehen von all den Gruppen, die dann ihr Beutegut zurückgeben oder schlimmere Konsequenzen fürchten müssen.

Wer das ernsthaft versucht, wird wohl bald einen Unfall haben. Wie soll man das durchsetzen, ohne einen dicken Knüppel?

Christof777
Christof777
3. Aug. 2020 21:36
Antwort an  Mohnhoff

Werter Mohnhoff,

was einfach nicht verstanden wird, ist der Umstand, dass das DR der Bund/BUND ist und die BRD nur eine Ausprägung desselben. Wikipedia spricht diesbezüglich von einer „staatlichen Kontinuität“ seit 1867!:

Deutschland – Staatsgründung [de.wikipedia.org]

Den „Eigentümern“ des DR bzw. den Vereinsgründern ist es sehr wahrscheinlich völlig egal, ob die deutschen Ostgebiete polnisch, russisch oder deutsch verwaltet werden. Denn in der übergeordneten, globalen Struktur spielt es letztlich keine Rolle, von wem die Territorien verwaltet werden. Wichtig ist doch nur, wohin das Geld fließt.

Als Preuße/Sachse/Bayer … in Person bestehen aber noch ältere Rechte.

Der Kern der Sache steht im Artikel 116 des Grundgesetzes. Womit ich nicht sagen will, dass das Grundgesetz auch für die Preußen gilt. Aber sie werden gebührend berücksichtigt, als frühere deutsche Staatsangehörige. Man kommt einfach nicht an ihnen vorbei, jedenfalls solange es noch Menschen gibt, die sagen könnten:

„Ich identifiziere mich als Preuße.“ (mit den entsprechenden Ahnennachweisen)

… und nach dem 08. Mai 1945 einen entgegengesetzten Willen zur Wohnsitznahme in Deutschland (BUND) zum Ausdruck gebracht haben.

Denn denen kann der Bund, im Gegensatz zu den Deutschen, nichts vorschreiben. Allerdings macht der Bund trotzdem Angebote, von denen die Meisten dann glauben, dass man diese nicht ablehnen kann.

Wenn man den Begriff „deutscher Staatsangehöriger“ (so steht es auch im Gelben Schein. Dort steht nicht: … besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit, obwohl man die ja eigentlich beantragt hat!) durch den Begriff „Preuße“ ersetzt, werden viele Gesetze plötzlich verständlicher.

Man darf sich dann nur nicht verwirren lassen, wenn Merkel und Maas auch von „deutschen Staatsangehörigen“ sprechen. Die wissen genau, wer gemeint ist. Die Wenigen, die von ihnen damit wirklich angesprochen werden, haben meist keinen blassen Schimmer. Und die, die nicht damit gemeint sind, bilden die große Mehrheit in Deutschland, die glaubt, dass sie damit gemeint ist.

„Nicht das, was du nicht weißt, bringt dich in Schwierigkeiten, sondern das, was du sicher zu wissen glaubst, obwohl es gar nicht wahr ist.“
(Mark Twain)

Thusnelda
Thusnelda
4. Aug. 2020 13:13
Antwort an  Mohnhoff

wenn man sich aus dem handelsrechtlichen Rechtskreis der BRD eine Verfassung gibt, dann bleibt das im Handelsrecht

Werter Mohnhoff,

das Thema einer staatsrechtlichen Verfassung beantwortet nicht das Handelsrecht, sondern national das Staatsrecht und international das Völkerrecht. Es handelt sich hierbei um zwei verschiedene Rechtskreise, die unabhängig voneinander existieren.

Das Grundgesetz organisiert die Verwaltung des alliierten Wirtschaftsgebiets, der BRD (Carlo Schmitt). Es ist das Scheinrecht einer Fremdmandatsregierung, die nach dem Völkerrecht illegal ist.

Auf Grundlage dieses Scheinrechts sollen sich Deutsche zur Rettung ihres Volkes, wohlbemerkt, die durch Geburt dem Rechtskreis DR angehören, sich nun eine neue Verfassung geben, also das Feindmandat durch die Willensbekundung des Deutschen Volkes legitimieren und den Rechtskreis DR auflösen. Damit werden dann auch folglich die Rechtskreise der besetzten Gebiete des DR im Zweiten Weltkrieg mit aufgelöst.

Zu bemerken ist auch, dass erst einmal die Souveränität und Handlungsfähigkeit des DR wiederhergestellt sein muss, damit sich das Deutsche Volk überhaupt eine legale Verfassung geben kann.

Eine „Wunschverfassung“ nach GG § 146, wer kann sich die nur wünschen?

Heil und Segen …

Freiheitsbegehrer
Freiheitsbegehrer
28. Jul. 2020 18:59

Wieder sehr viel dazugelernt! Danke N8w!

Thorson
Thorson
28. Jul. 2020 19:08

Werter N8wächter, werter Magnus,

es bleibt allemal spannend, denn noch nie waren wir in einem solchen Zustand, wie jetzt. Es sieht ganz danach aus, dass wir als Deutsches Volk die einmalige Gelegenheit erhalten, einen neuen Weg mit einer vom Volke gewählten, neuen Verfassung gehen können. Packen wir es an, das ist unsere „Chance“. 🙂

Heil und Segen
auf all unseren Wegen
Thorson

Siegfried Hermann
Siegfried Hermann
28. Jul. 2020 20:49

Naja. Alles andere ist besser, als das, was wir jetzt haben …, so mal salopp gesagt. Stichwort Frauen. Mal ehrlich, welche deutsche Politikerin hat sich seit 1871 denn besonders positiv hervor getan? Und irgendwo muss man ja anfangen.

Ok. 1871 muss nicht unbedingt sein. 1913!? Wo man dann letztendlich landet, kann man ja offen lassen. Wichtig ist nur: Die Zeit läuft ab!

Um überhaupt im kommenden Chaos eine ehrliche, freie Diskussionsplattform zu installieren, bedarf es einer starken Autorität, die das alte System vorerst samt und sonders davonjagt und im Land aufräumt. Das nächste Problem wäre: Wie willst du diese Schnarchnasen erstmal wachbekommen und dann für so ein abstraktes Thema begeistern!? Da werden mal wieder nur die üblichen Verdächtigen auftauchen und jede Diskussion in ihren Sinne zu biegen.

Darum sollte man sich locker 5 Jahre bis zur Abstimmung Zeit lassen. Und jeder (!) echte Deutsche (der Rest hat da nix mit zu tun) muss abstimmen. Sonst wird datt nix. Der Rest an bisherigen „Verfassungen“ ist bekanntlich auf Sand gebaut.

Nebenbei: Ist das jetzt ein Vorgriff auf den neuen GuG-Teil?

HuS

Solarplexus
Solarplexus
29. Jul. 2020 12:00
Antwort an  Siegfried Hermann

Mit den echten Deutschen sehe ich genauso. Wieviel einer geschätzten Zahl wären wohl noch möglich in ihrer Existenz! Das würde mich sehr interessieren!

thorian.
thorian.
28. Jul. 2020 22:07

Wenn der N8waechter im Verbund mit dem natürlich ebenfalls sehr geschätzten Magnus die (wie allermeistens) richtigen Fragen stellt. Vielen Dank für diesen Artikel und – wie die meisten Mitlesenden wissen – liegt die lebens- und freiheitsbejahende Antwort im geistigen Umfeld des Jahres 1933 und den zwölf folgenden.

Heil und Segen 🙋🏼‍♂️

thorian.

Marcus Junge
Marcus Junge
28. Jul. 2020 22:23

Es ist natürlich unsinnig, dieses „Volk“ nach einer Verfassung befragen zu wollen. Würde man die BRD-Zombies, die „Bevölkerung“, die Verfassung machen lassen, es käme etwas noch marxistischeres dabei heraus, als das GG inzwischen ist.

Es ist ja gerade der Fehler zu meinen, die Masse sei (politisch) mündig, daher funktioniert Demokratie ja nicht. Die Masse will geführt, verführt und nicht belästigt werden.

Die Reichsverfassung von 1871 wird genannt, weil diese zumindest frei von ausländischen Vorgaben gemacht wurde. Da sowohl 1919, als auch 1949 Staaten entstanden, die unter fremder Fuchtel waren.

Dirk Göske
Dirk Göske
29. Jul. 2020 10:51

Danke N8w und Magnus für diesen erhellenden und lesenswerten Artikel.

Ich halte auch die Verfassung von 1871 für überholt und kaum tauglich. Ein anständiges Volk sollte selbstständig in der Lage sein, sich eine Verfassung zu geben und anzuerkennen. Aber da halte ich es mit den Worten des Mitforisten Georg Steimle (danke Georg), dem ich da voll zustimme.

Eine Frage zu diesem Thema beschäftigt mich sehr. Wenn ich das Grundgesetz nehme und es einer Verfassung gleichsetze, was es definitiv für mich nicht ist, aber es spiegelt die Realität ab. Wer ist bereit, dieses Grundgesetz zu schützen, das Bundesverfassungsgericht oder gar der Verfassungsschutz, wie der Name so schön suggeriert, welche Konsequenzen drohen beim einem Verstoß? Die Antworten beschämend einfach; nein, nein und gar nichts. Gab es große nennenswerte Demonstrationen dagegen (mit wenigen Ausnahmen)? Nein. Also, was ist sie dann wert? Offensichtlich nichts.

Eine Verfassung ist nur soviel Wert, wie der Souverän bereit ist, für sie einzustehen. Ich bevorzuge da eindeutig die amerikanische „Bill of Rights“, bin mir aber im klaren darüber, das ich damit so gut wie allein dastehe. Das hat den einfachen Grund, dass die amerikanische Verfassung an 1. Stelle die Meinungsfreiheit sichert und an 2. Stelle den Bürger in die Lage versetzt, genau dieses Recht auszuüben und es durch Tragen von Waffen durchzusetzen. Er ist damit nicht machtlos und kann sich gegen Tyrannei wehren.

Viele werden das für antiquiert und nicht zeitgemäß halten. Für mich ist das allerdings zeitlos und hoch aktuell. Denn im Moment sehen wir, wohin uns Wehrlosigkeit treibt. Aber leider ist das wohl mehrheitlich gewünscht.

Das ist etwas lang geraten, aber kürzer konnte ich mich nicht fassen. Vielen Dank.

Helga
Helga
29. Jul. 2020 11:17

Aus einem „zufällig“ gesehenen ‚Auspackvideo‘ des Volkslehrers wurde das Buch von Paul Schlagheck „Die alternative Neue Weltordnung“ (ISBN 13-9783968500256) von ihm, in seiner typisch ruhigen Art, vorgestellt. Hier der Beginn:

Post aus Portugal, von Wolfgang Fröhlich und eine neue Verfassung [bitchute.com]

Er informiert kurz über die 3 Teile des Buches und scheint es sehr durchgearbeitet zu haben (tausend bunte Zettel ;-)) u.a. eine kritischere Haltung zum Freigeld… usw.

  1. Teil: Systemfehler 2. Teil: Systemkorrektur 3. Teil: Verfassung für – > D

Dann las ich auf in einem Artikel des Sternenlichter-Blogs folgende Absätze:

Auf jeden Fall bin ich ….. Deshalb kann es gut sein…  Die Völkerrechtler der Alliierten müssen sich ein Bild machen, was überhaupt möglich ist, und vor allem, zu welchem Datum sie rückwirkend ansetzen wollen bzw. müssen (1937, 1918, oder noch vor 1871?), um einen Friedensvertrag vorzubereiten – und vor allem auch, mit wem, also wer deutscher Verhandlungspartner sein wird.“

Da sind also bereits Völkerrechtler der Alliierten am Werk! Dann ist mir nicht klar, was im N8w-Kommentar hier bedeutet, in Russland habe das ja auch funktioniert: ein Volksentscheid?

Diskowolos
Diskowolos
29. Jul. 2020 21:13

Man sollte nicht zu viel Zeit, Energie und Zwist über vermeintliche oder berechtigte Anspruchsgrundlagen aus vormaligen Verfassungen investieren. Das Allerwichtigste bleibt die unersetzbare, deutlich vernehmbare Willensbekundung des Deutschen Volkes nach innen und außen, frei und souverän sein zu wollen! Ob durch Vertreter oder eine Volksabstimmung. Diese Willensbekundung muß in möglichen Verhandlungen vorgebracht werden. Fehlt diese Willensbekundung, kann auch mit gewählten oder ungewählten Verfassungen kein Verhandlungsergebnis in diesem Sinne erzielt werden.

Woher sollen die Verhandler wissen, was zu verhandeln ist, wenn die Deutschen es weder sagen noch vermutlich wissen. Das Ringen um die goldene Verfassung ist vor diesem Hintergrund zweitrangig,

Wer das nicht versteht versetzt sich in eine alltägliche Verhandlung zwischen Käufer und Verkäufer. Wenn der Verkäufer nicht klar versteht was, wieviel und zu welchem Preis der potentielle Käufer etwas kaufen will, kann weder ein Kauf noch ein Vertrag zustandekommen, egal wie oft man sich trifft. Dasselbe gilt auch für den potentiellen Verkäufer. Beide könnten zuvor mit den besten Anleitungen (Verfassungen) vorbereitet sein, wenn sie nicht kommunizieren können und ihren Willen nicht äußern, wird absolut nichts zustandekommen.

Jens
Jens
29. Jul. 2020 21:15

Bezüglich dieser Verfassungsdiskussionen treibt mich schon seit Längerem eine Frage um, die ich mir leider, trotz intensiven Bemühens, noch nicht beantworten konnte. Vielleicht kann mir ja jemand in dieser Runde weiterhelfen.

Zuvorderst geht es mir um die Frage, ob die Kriegserklärung an das „Deutsche Reich“ völkerrechtlich „sauber“ war. Sprich, entsprach die Kriegserklärung der Alliierten dem Völkerrecht? Wenn das der Fall war, wovon ich jetzt einmal ausgehe, dann besteht dieses „Deutsche Reich“, da es keine Kapitulation der Regierung gab, weiter. Das „Deutsche Reich“ kann nur, mangels vorhandener Regierung, seine Funktion nicht ausüben, nehmen wir zumindest an.

Nun meine Frage:

Haben, mit der Absetzung und Inhaftierung der Reichsregierung durch die Alliierten am 23. Mai 1945, diese gegen die Haager Landkriegsordnung und damit gegen das Völkerrecht verstoßen? (Die Alliierten versuchten damit sicherlich, das Völkerrechtsobjekt „Deutsches Reich“ zu terminieren.) Wenn nun aber ein Teil des „Deutschen Reichs“ in einer, von einer befreundeteten Nation gepachteten Gebietes, was, soweit ich in Erfahrung bringen konnte, völkerrechtlich als Exilregierung möglich ist, weiterexistieren konnte. Erübrigt sich dann nicht die Frage nach einer völkererrechtlich erforderlichen Verfassung, da ja dann noch eine eventuell völkerrechtlich saubere Regierung (und Verfassung) des „Deutschen Reichs“ existieren würde?

Anschlußfrage: Gäbe es eine solche Regierung tatsächlich, könnte sie dann nicht auch, völkerrechtlich zulässig, in Friedensverhandlungen mit den Alliierten treten, ohne in die Öffentlichkeit treten zu müssen und uns dann, zu gegebener Zeit, vor verhandelte Tatsachen stellen?

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausdrücken können.

Heil und Segen

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monate von Jens
pedrobergerac
pedrobergerac
30. Jul. 2020 13:15
Antwort an  N8waechter

Werter N8waechter,

ich bin vor einiger Zeit auf etwas gestoßen, was ich für sehr interessant halte. Es erinnert mich auch an die Serie GuG. Sehen Sie selbst:

„Beispiel das Zweite Deutsche Reich war/ist ein Kaiserreich mit einem gewählten Kaiser, der als Repräsentant aller Treuhandverwalter der Deutschen Völker agierte. Bereits 1856 wurden die „Deutschen Länder“ als Kooperativen bezeichnet. Parallel dazu wurde den Machtinnehabenden bereits Ende des 17. Jahrhunderts auferlegt, die ganze Welt in eine Firma umzuwandeln. Dazu wurde ein Vertrag geschlossen, an den sich alle halten mussten. Einwurf an dieser Stelle: Es gibt immer einen noch größeren Hai. Das wäre im Jahre 1794 fast danebengegangen, als ein König einen Vertrag für die Nutzung seiner herausgegebenen Personen in seiner Staatsfiktion veröffentlichte und damit geltend (Vertragsrecht) machte. Das „Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten“. Genauso wie es ein „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ gab. Daraufhin schickte ein Vertreter der Hochfinanz seinen Schergen (Napoleon) los, um diesen Störenfried (König von Preußen) und dessen Verbündeten (Russisches Zarenhaus) auszuschalten. Das ging leider daneben, da die Konvention von Tauroggen und der Vertrag von Kalisch diese Zersetzung beendeten. Im nachfolgenden Wiener Kongress war es wieder nicht möglich, einen Keil zwischen diese beiden Parteien zu treiben, so dass die Vertreter der Hochfinanz entsprechende Schritte gegen das Zarenhaus ankündigten.

Im Jahre 1849 wurde in Preußen ein weiterer Versuch gestartet, die Macht der Monarchie auf die Hochfinanz zu verlagern (Verfassung). Das ging wieder daneben. Deshalb verstarb der Störenfried (König von Preußen) „völlig überraschend“ im Jahre 1856 und sein Sohn wurde mit 16 Jahren König von Preußen. Völlig überfordert rief er seinen Berater aus Paris nach Berlin. Den Rest kennen Sie. Dieser Vertreter der Hochfinanz führte eine Verfassung ein und strukturierte die Deutsche Nation so um, dass es der Hochfinanz genehm wurde. Außerdem wurde dafür gesorgt, dass es (fast) keine preußische Königslinie mehr gab, die in Zukunft hätte stören können.“

Zitat aus: Glaube nichts und prüfe selbst, die Interview-Fortsetzung mit dem Diplomaten, auch während den Coronazeiten! Teil 22. [rrredaktion.eu]

Vielleicht ist dies der Grund, warum immer wieder von einem „neuen zweiten Wiener Kongress“ gesprochen wird, um die Rolle Deutschlands wieder herzustellen. Die Aufgaben von DT und Trump wären dann gewaltig.

Jens
Jens
31. Jul. 2020 18:08
Antwort an  N8waechter

Vielen Dank für deine Antwort, werter N8waechter.

Nach langen Studien im Völkerrecht und Haager Landkriegsordnung schwirrte mir einfach der Kopf. Dabei öffnete sich die Keksdose ganz von alleine. Irgendwie scheint ziemlich lange Zeit völkerrechtlich nichts richtig gelöst worden zu sein. Ein völkerrechtliches Chaos auf fast der ganzen Welt, welches vermutlich absichtlich erzeugt worden ist. Denn je größer der Knoten, desto größer dessen Schatten, in dem man sich gut verbergen kann.

Besagten Knoten könnte man mit einem mächtigen Schwert durchschlagen, was aber Krieg und viele Tote bedeuten würde. Oder aber, man dröselt ihn mühsam auf, was tatsächlich seit geraumer Zeit auf der ganzen Welt geschieht.

Wenn es besagte Gruppe also tatsächlich gäbe und sie die Regie in diesem Stück führen sollte, dann wäre sie bisher sehr erfolgreich gewesen. Das konnte sie dann aber nur sein, da sie nicht öffentlich in Erscheinung getreten ist. Was sie, ob der weiteren deutschlandfeindlichen Existenz von UNO und NATO, eben auch nicht durfte.

Die Zerstörung beider Organisationen wäre also Grundvoraussetzung für einen eventuellen öffentlichen Auftritt einer Gruppe, die sich bisher nicht direkt erfassen lässt. Was wiederum für eine respekteinflößende Disziplin und einen hingebungsvollen Einsatzwillen derjenigen spräche.

Nun denn, dann schließe ich meine ungewollt geöffnete Keksdose wieder und werde mir nun widerwillig wohl ebenfalls ein Telegram-Konto zulegen müssen, da die interessanten Diskussionen mittlerweile nur noch dort stattzufinden scheinen. Was mir, nicht an Zufälle glaubend, wiederum zu denken gibt. Warum dieses Werkzeug, in dieser Ausprägung, gerade in dieser Zeit, für uns kostenlos(?) zur Verfügung steht. Von wem eigentlich?

Allen Heil und Segen
Jens

Lena
Lena
30. Jul. 2020 14:26
Antwort an  Jens

Wenn nun aber ein Teil des „Deutschen Reichs“ in einer, von einer befreundeteten Nation gepachteten Gebietes, was, soweit ich in Erfahrung bringen konnte, völkerrechtlich als Exilregierung möglich ist, weiterexistieren konnte.“

Pachten, warum um alles in der Welt pachten? Die deutschen Ostgebiete werden lediglich verwaltet und am Ende der Welt gibt es ein deutsches Land namens Neu Schwabenland. Daher wird es auch kein Zurück nach 1937 geben, was die Alliierten gerne hätten, es wird der 31. August 1939 werden müssen – sonst ist das Deutsche Reich unvollständig. Das will auch keiner, ne!?

Heil und Segen!
Lena

Marcel
Marcel
30. Jul. 2020 17:26
Antwort an  Lena

Werte Lena,

wenn ich Jens richtig verstanden habe, spielt er auf die Dritte Macht oder eine vergleichbare Gruppierung an, welche sich in Süd- bzw Mittelamerika niedergelassen hatte. Ich denke, das hast du missverstanden.

Mit freundlichen Grüßen,
Marcel

Lena
Lena
30. Jul. 2020 19:44
Antwort an  Marcel

Danke Marcel!

Ich spielte auf und benannte auch die „gepachteten“ Gebiete einer „befreundeten Nation“ an. Wenn es unsere sind braucht es diese Umschreibung doch auch nicht, ne.

Außerdem, wer sind denn befreundete Nationen noch? Wieviele Nationen liegen noch immer mit uns im Krieg? Die UN geben Auskunft. Sonst hatte ich doch auch nichts bei Jens auszusetzten! :lächel:

Heil und Segen!
Lena

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monate von Lena
Jens
Jens
31. Jul. 2020 18:13
Antwort an  Marcel

Du hast mich richtig verstanden, werter Marcel.

Heil und Segen
Jens

Solarplexus
Solarplexus
30. Jul. 2020 10:36

Etwas themenfremd, aber auch ein Zustand, der mich seit Jahren beunruhigt und aktueller wird. Ich hatte schon immer befürchtet, dass es eines Tages sehr schwierig bis gar unmöglich sein wird, diesen europäischen Kontinent zu verlassen. Das letzte mögliche perverse Spiel hat fast begonnen. Sie planen eine Treibjagd:

EU-Verfassung ermöglicht Todesstrafe und Tötung durch Militär und Sicherheitsorgane [change.org]

Und dafür geben sie ihr letztes Geld aus:

Bezahlten die WHO/OMS für einen Lockdown in Italien? [nichtohneuns-freiburg.de]

Amelie
Amelie
30. Jul. 2020 13:31
Antwort an  Solarplexus

Zu: Bezahlten die WHO/OMS für einen Lockdown in Italien?

Da wird einem zumindest teilweise klar, für was die 1,8 Billionen in Brüssel unter von der Leyden benötigt werden. Es ging und geht nicht darum, die Wirtschaft zu retten, sondern ausschließlich darum, sie komplett zu vernichten. Aber das dürften die Leser hier und in anderen alternativen Berichten alle schon wissen. Es ist nur interessant, wie sich die Zahl 1,8 Billionen zusammensetzt. Und wenn das Ganze nicht schon vorher kollabiert, sind die 1,8 Billionen noch nicht das Ende der Fahnenstange. Und Conte und Merkel sind sich schon seit mindestens 2018 einig:

„Angela, mach dir keine Sorgen“ [faz.net]

Diese zwei sind sich einig [tagesschau.de]

Und damit dem Ganzen nicht schon vorher die Luft ausgeht, braucht man natürlich die Todesstrafe.

Lena
Lena
30. Jul. 2020 14:12
Antwort an  Solarplexus

Werter Solarplexus!

Da dieses ganze „Geschehen“ sich weltweit abspielt, wo wollen wir denn hin? Wir sind in (((ihrem))) Denken immer dran, ob hier in der Heimat oder auf Honolulu. Ich fühle mich hier bei uns deutlich besser aufgehoben. Hier kann ich mithelfen, hier kann ich mit anpacken und außerdem bin ich hier kein Feigling vor dem Feind.

Heil und Segen!
Lena

Solarplexus
Solarplexus
31. Jul. 2020 13:32
Antwort an  Lena

Werte Lena,

ich stimme dir voll zu. Ich habe Europa eh noch nie verlassen und gehe auch nur dort hin, wo mein Kopf, Beine oder auch Räder hinführen und das ist im jetzigen Stand nur hier beim N8w und zentral in meiner Heimat. Das zukünftige Schützenfest beziehe ich auch persönlich nicht auf mich, sehe halt dein Schluss im Staatseurosimulationsumerziehungslager eher in den Konsequenzen von denen die nicht damit rechnen werden. 😉

Bis dahin habe ich auch meine Scheibe zum Abheben geeicht.

HuS dir

Paul-Wilhelm Hermsen
Paul-Wilhelm Hermsen
30. Jul. 2020 12:11

Mit Verlaub, ich halte die Planung einer gewissen, allerdings nicht ausufernden Bevorratung zur Zeit für erheblich wichtiger, als sich mit einer neuen Verfassung zu beschäftigen. Niemand sollte sich allein der Hoffnung hingeben, was da jetzt auf uns Menschen zukommt, ginge ohne weitere große Repressalien der Dunkelmächte vonstatten. Wenn man das einigermaßen intelligent anstellen möchte, sollte man Dinge des Alltags in etwas größerer Zahl kaufen, als bisher üblich.

Immerhin wird das gegenwärtige Finanzsystem zerstört. Da sollte man sich relativ gut drauf vorbereiten, und zwar ohne Panik, dafür aber mit einer sinnvollen Schrittfolge.

Offenbar ist den meisten immer noch nicht klar, dass sich hier in absehbarer Zeit Dinge ereignen werden, die man bisher nicht für möglich gehalten hat.
Corona war der Anfang davon, wird aber selbst bald keine Rolle mehr spielen. Die Reinstallation eines Kaiserreiches ist davon ausdrücklich ausgeschlossen!
Inwieweit eine neue Verfassung ausgearbeitet und installiert wird, hängt davon ab, in welcher Verfassung das, was kommt, uns zurücklässt.

Lena
Lena
30. Jul. 2020 14:04

Mit Verlaub, ich halte die Planung einer gewissen, allerdings nicht ausufernden Bevorratung zur Zeit für erheblich wichtiger, als sich mit einer neuen Verfassung zu beschäftigen.“

Mit Verlaub, Sie meinem, wir hier sind so dumm und haben das nicht schon in ausreichenden Mengen und auch Gegenstände zum Tauschen getan? :kopfschüttel:

Heil und Segen!
Lena

Josef57
Josef57
30. Jul. 2020 14:07

sollte man Dinge des Alltags in etwas größerer Zahl kaufen, als bisher üblich.“

Was nützen einem die Vorräte, wenn man sie nicht schützen kann? In den Staaten sieht es anders aus, die haben wenigstens das Recht, sich zu verteidigen und dementsprechend sich zu bewaffnen. Die Bundeswehr existiert nur noch auf dem Papier und ist in Afghanistan und Afrika. Und die Polizei hat den Auftrag, die „Goldstücke“ zu schützen.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monate von Josef57
Che
Che
30. Jul. 2020 16:34
Antwort an  Josef57

Werter Josef57,

man kann und sollte natürlich seine Vorräte und vor allem seine Lieben schützen. So man nicht körperlich fit genug ist, finden sich bei gogun.de etliche legale Möglichkeiten. Lustig vorgeführt von Jörg Sprave hier:

JoergSprave [YT-Kanal]

Das Recht auf Selbstverteidigung hat selbstverständlich jeder Mensch.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monate von Che
miharo
miharo
30. Jul. 2020 14:59

Schön, daß du zurück bist, werter N8w.

Das Diplomaten-Interview wird mit Teil 22 fortgesetzt. Zitat:

„WIR haben dieses System UNWISSENTLICH genau so gewollt und es liegt an uns, die Vertragsbedingungen zu unseren Gunsten zu ändern.“

Glaube nichts und prüfe selbst, die Interview-Fortsetzung mit dem Diplomaten, auch während den Coronazeiten! Teil 22. [rrredaktion.eu]

Thomas
Thomas
30. Jul. 2020 17:18

Ich möchte zunächst auf etwas aufmerksam machen, das mMn. den Diskutanten (Diskutierend:innen/X ?? 😆 ) noch gar nicht bewußt ist: Wir haben derzeit kein rechtmäßiges Recht mehr!

[Rest hierhin ausgelagert]

Thomas
Thomas
30. Jul. 2020 17:25

Korrektur zu meinem Kommentar – ich schrieb dort (unter anderem):

Zum Weiterlesen hier klicken

… bei einem Bekannt konnte ich dessen Staatsangehörigkeit die Kategorie GEBURTSNAME statt FAMILIENNAME lesen.

Das sollte natürlich heißen…

… bei einem Bekannten konnte ich in dessen Staatsangehörigkeitsausweis die Kategorie GEBURTSNAME statt FAMILIENNAME lesen.

Solarplexus
Solarplexus
31. Jul. 2020 17:56

Wir veröffentlichen das Transkript der Pressekonferenz zum US-Truppenabzug aus der Bundesrepublik Deutschland, die am 29. Juli 2020 im Pentagon in Washington stattgefunden hat, in englischer Sprache – mit angehängten übersetzten Passagen aus den Ausführungen des US-Verteidigungsministers und des EUCOM-Chefs.

„Department of Defense Senior Leaders Brief Reporters on European Force Posture
July 29, 2020
Secretary Of Defense Mark T. Esper; Joint Chiefs Of Staff Vice Chairman General John Hyten; General Tod Wolters, Commander, U.S. European Command, And Su-
preme Allied Commander Europe
Department of Defense, July 29, 12020 …“

Department of Defense Senior Leaders Brief Reporters on European Force Posture [luftpost-kl.de]

der Sachse
der Sachse
31. Jul. 2020 17:56

Bei der ganzen Diskussion um die „richtige“ Verfassung vermisse ich einen für mich wichtigen Punkt: Den Menschen.

Jeder Einzelne trägt zum Gesamtbild bei. Ob er will oder nicht.

Christof777
Christof777
31. Jul. 2020 21:04
Antwort an  der Sachse

Eine staatliche Verfassung hat mit den Menschen (wenn damit lebendige Wesen aus Fleisch und Blut gemeint sind) unmittelbar nichts zu tun.

Wenn man das verstanden hat, bekommt eine Verfassung den Stellenwert, der ihr gebührt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

der Sachse
der Sachse
2. Aug. 2020 13:38
Antwort an  Christof777

Werter Christof,

welchen gebührenden Stellenwert hat denn eine Verfassung und vor allem in welchem Rechtssystem? In welchen Gebieten in Europa gab es um 0 eine Verfassung und in welchen nicht? Welche Menschen waren frei? Die mit Verfassung oder die ohne?

Das Wort an sich drückt auch viel aus:

Es wird etwas verfasst bzw. gefasst (zu einem Staat) und ist somit nicht mehr frei.

  • Die Vorsilbe „Ver“ drückt überwiegend aus, dass etwas nicht in der natürlichen Ordnung ist.
  • Das nächste ist der Aufbau einer Verfassung: Es werden Rechte für die Menschen garantiert, die ihnen innewohnen. Wie kann aber mir ein Staat ein Recht geben, dass ich als Mensch bereits habe? Doch nur, wenn ich dieses abgebe und dann hoffe, dass keiner damit einen Unfug mache.

    Der nächste Teil ist das Herrschaftssystem. Wer darf was und wer wird beherrscht? Klingt für mich nicht nach der großen Freiheit.

    Wo stehen in einer Verfassung echte Werte, wie Frieden, Menschlichkeit, Achtung vor allem Leben, Freiheit, etc?

    Eine Verfassung ist aus meiner Sicht nur ein Regelwerk zwischen Herrschern und Beherrschten. Eine Gemeinschaft mit eigenständigen Menschen, die menschliche Werte leben, braucht keine Verfassung. Diese Menschen können miteinander reden und die Dinge klären. Da braucht es kein (Regel-)Buch für die Ewigkeit. Diese Gemeinschaft strebe ich an.

    Herzliche Grüße

    Siegfried Hermann
    Siegfried Hermann
    31. Jul. 2020 20:15

    Walter hat heute einen interessanten Gedanken, so ganz nebenbei, ausgesprochen.

    hartgeld.com/systemwechsel

    „Es wird aber keine Demokratie sein, denn Wahlen sind für die nächsten Generationen mit einem Goldstandard unvereinbar. WE“

    Würde voll zum Thema passen. Ein souveräner Staat braucht eine finanzielle Basis (die nicht durch Halunken und Spekulanten angreifbar ist). Unsere bunten Elitepolitiker haben dermaßen auf allen Ebenen des Lebens so was von abgewirtschaftet, dass ein Neustart nur ohne diese erfolgreich sein wird. Deren bunte und perverse Umerziehungspropaganda (gestern auf SAT, Mütter machen Porno) zwingt geradezu mit „dem Knüppel aus dem Sack“ Pädagogik unseren Kindern die gequirlte Scheixxe wieder aus dem Hirn zu pressen und damit unsere Zukunft wieder auf Kurs zu bringen.

    Die Umvolkung Europas muss beendet werden und die Repatriierung der bunten Invasionsheere erfolgen. Und. Und. Und. Allein diese wenige Punkte erfordern eine sehr starke Hand und den stählernen Besen, oder Krächer.

    Wenn jetzt Walter annimmt, dass dieser Prozess Generationen dauert, liegt er gar nicht mal so daneben. Flegelkinder, ob 3 oder 40 Jahre, auf Kurs zu bringen, dauert eben, gelle!?

    „Alles wartet auf Deutschland“

    Wie oft schreiben sehr unterschiedliche Leute aus sehr unterschiedlichen Berufen das? Vielleicht sollte man die Frage stellen:

    „Wer sind diese Deutschen? Auf die, die ganze Welt wartet …“

    Sonniges Wochenende bei 30° C.

    HuS

    Nebenbei: N8w, wir wissen alle, welche Arbeit Du leistet! Wenn GuG eben länger dauert, dann soll es so sein.