Verarmte Staaten von Amerika: Land der Freien, Heimat der Hungernden

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46 Millionen Amerikaner gehen zur Tafel und die langen Schlangen für schnell schwindende Nahrungsmittel beginnen um 6:30 Uhr in der Früh

Von Michael Snyder

Die Tafel-Betreiber in ganz Amerika sagen, dass die Nachfrage nach ihrer Dienstleistung geradezu explodiert. Es verblüfft mich immer wieder, dass es immer noch Menschen da draußen gibt die behaupten, dass ein “wirtschaftlicher Zusammenbruch“ nicht stattfindet. Aus ihren klimatisierten Häusern in ihren kuscheligen Vororten spotten sie über den Gedanken, dass die US-Wirtschaft zerfällt. Wenn sie jedoch einfach mal hingehen und die lokalen Tafeln in ihrer Nähe besuchen würden, dann würden sie sehen, wie sehr die Menschen leiden.

Nach Aussage des Sprechers von Feeding America, Ross Fraser, haben im Laufe des Jahres 2014 46 Millionen Amerikaner mindestens ein Mal Essen von der Tafel bekommen. [*] Weil die Nachfrage so überwältigend geworden ist, kürzen einige Tafeln die Öffnungstage und die Menge an Nahrungsmitteln, die jeder Familie ausgehändigt wird. Wie Sie unten sehen werden, stellen sich viele verarmte Amerikaner bereits ab 6:30 Uhr in der Früh bei den Tafeln an, um sicherzugehen, dass sie etwas bekommen, bevor das Essen ausgeht.

[*AdÜ.: Die USA haben offiziell 318,9 Millionen Einwohner, 46 Millionen davon entsprechen 14,4 % – demnach reden wir hier von fast jedem 7ten US-Amerikaner! Laut www.tafel.de werden in der BRD regelmäßig 1,5 Millionen Menschen von den deutschen Tafeln unterstützt – das entspricht 1,9 % der Bevölkerung, also nicht einmal 1 von 50.]

Und trotzdem haben immer noch viele Menschen da draußen die Dreistigkeit zu sagen, dass in Amerika alles in bester Ordnung ist. Sie sollten sich schämen, dass sie das Leid von Abermillionen ihrer eigenen Landsleute ignorieren.

Die Armut in Amerika wird schlimmer, nicht besser. Und keine noch so große Meinungsmache von Barack Obama oder seinen Fürsprechern kann diese Tatsache ändern.

Für das laufende Jahr wird prognostiziert, dass die Tafeln in den Vereinigten Staaten die Rekordmenge von 4 Milliarden Pfund [1 US-pound = 0,453 592 37 kg, also rund 1,81 Mrd. kg oder 1,81 Mio. Tonnen] an Nahrungsmitteln abgeben. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt.

Und die Zahl wäre sogar noch höher, wenn die Tafeln mehr Nahrungsmittel zum Verteilen hätten. Die Nachfrage ist inzwischen so erdrückend, dass einige Tafeln tatsächlich die Menge an Nahrungsmitteln reduziert haben, die jede Familie bekommt.

Tafeln im ganzen Land sehen sich, trotz der wachsenden Wirtschaft, einer steigenden Nachfrage nach kostenlosen Nahrungsmitteln gegenüber, was einige Wohltätigkeitsorganisationen dazu veranlasst, die Menge der jeder Familie angebotenen Nahrungsmittel zu reduzieren.

Die Bedürftigen beginnen zu erkennen was geschieht, also kommen sie immer früher zu den Tafeln. Eine Tafel in New Mexico hat jetzt bereits jeden einzelnen Tag ab 6:30 Uhr in der Früh lange Menschenschlangen vor der Tür.

“Die Menschen stehen bei uns jeden Tag ab 6:30 Uhr morgens Schlange“, sagt Sheila Moore, die die Essensverteilung bei The Storehouse leitet, der größten Tafel in Albuquerque, New Mexico und einer, bei der die Nahrungsmittel-Verteilung im vergangenen Jahr um 15 Prozent angestiegen ist.

Hört sich das für Sie nach “wirtschaftlichem Aufschwung“ an? Nur weil Ihre Familie nicht für Essen anstehen muss, heißt das nicht, dass in Amerika alles in Ordnung ist.

Das gleiche wie in New Mexico geschieht auch in Ohio. Bedürftige Menschen stehen bei Tagesanbruch Schlange, damit sie sicher sein können auch etwas zu bekommen, “bevor das Essen ausgeht“…

Lisa Hamler-Fugitt, Vorsitzende der Ohio Association of Food Banks [Vereinigung der Tafeln in Ohio], die seit 1980 in der karitativen Essensausgabe arbeitet, sagte, dass die Nahrungsmittel-Nachfrage früher zurückging, wenn der Abschwung vorbei war. Aber nicht dieses Mal.

“Die Menschen kommen immer früher und stehen in der Hoffnung Schlange, dass sie etwas bekommen, bevor das Essen ausgeht“, sagte Hamler-Fugitt.

Und bedenken Sie, dass wir gerade erst am Anfang der nächsten globalen Finanzkrise und der nächsten großen Rezession stehen. Wie schlimm wird es also erst sein, wenn weitere Millionen von Amerikanern ihre Arbeitsplätze und ihre Häuser verloren haben?

Die steigende Armut spiegelt sich auch in der Zahl der amerikanischen Lebensmittelmarken-Bezieher wider. Das folgende Diagramm wurde vom Economic Policy Journal veröffentlicht und zeigt, wie der Bedarf an Lebensmittelmarken in den fünf am stärksten bevölkerten Bundesstaaten absolut explodiert ist.

Ich kann in dem Diagramm keinen “wirtschaftlichen Aufschwung“ erkennen, und Sie? Stattdessen zeigt es, dass die Anzahl an Amerikanern auf Lebensmittelmarken seit Jahren kontinuierlich gestiegen ist, selbst nachdem die Rezession vorbei war.

Leider wird es in Zukunft noch schlimmer werden. Letztendlich wird das, was wir etwa in Venezuela sehen, auch hier kommen. In diesem Moment schlafen junge Mütter in Venezuela nachts vor leeren Supermärkten; ein verzweifelter Versuch irgendwas für ihre Familien zu ergattern, sobald der Morgen graut.

Wenn der Tag in der brütend heißen venezolanischen Stadt Maracaibo anbricht, erwachen Schmuggler, junge Mütter und eine Handvoll Kinder vor einem Supermarkt, vor dem sie in der Hoffnung die Nacht verbracht haben, die Ersten in der Warteschlange für knappen Reis, Milch oder was auch immer es geben mag zu sein.

Einige der anstehenden Menschen schlafen noch halb auf ihren flachgedrückten Kartons, andere trinken Kaffee.

Die meisten Amerikaner können sich mit diesem Niveau des Leides nicht identifizieren, aber es wird in unserem Land sehr bald ankommen. Hier mehr dazu von Reuters:

“Ich bekomme keine Milch für mein Kind. Was sollen wir jetzt nur machen?“, sagt Leida Silva, 54, und bricht vor dem Latino-Supermarkt im nördlichen Maracaibo, vor dem sie am vergangenen Tag um 3 Uhr morgens ankam, in Tränen aus.

Vor ein paar Tagen erst habe ich darüber geschrieben, dass die Zahl der Amerikaner, die in konzentrierten Gegenden hoher Armut leben, sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt hat. Falls Sie sich die Frage stellen sollten, das ist kein Zeichen von Fortschritt. Nur weil Sie vielleicht in einer komfortablen Wohngegend leben, gibt es Ihnen das nicht das Recht auf jene herabzublicken die leiden.

Und wenn man die wachsenden rassischen Spannungen dazurechnet, dann fällt es leichter zu verstehen, warum es in unseren Ballungsgebieten so viel Wut und Frustration gibt. Laut dem Business Insider ist der Prozentsatz der Amerikaner, die die Rassenbeziehungen in diesem Land als in gutem Zustand erachten, jäh gefallen.

In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Amerikaner, die die Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen als “sehr gut“ oder “einigermaßen gut“ bezeichnen, um 23 % gefallen.

Nach einer Gallup-Umfrage empfinden nur 47 % der Amerikaner die Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen als positiv, der niedrigste Stand seit 14 Jahren.

Die Umfrage zeigte auch, dass Schwarze die Beziehungen positiver sehen (51 %), als Weiße (45 %). Beide Prozentsätze sind in den letzten zwei Jahren jedoch stark gefallen.

Alle Zutaten für innere Unruhen in Städten überall in den Vereingten Staaten sind da. Wenn der nächste große wirtschaftliche Abschwung passiert, dann werden sich Wut und Frustration auf extrem gefährliche Niveaus ausweiten.

Bereits jetzt bedarf es nicht mehr viel als Auslöser. Verzweifelte Menschen tun verzweifelte Dinge und die Verzweiflung in diesem Land steigt.

Wie konnte es also so schlimm werden?

Dumme Entscheidungen führen zu dummen Ergebnissen und sehr bald werden wir anfangen, einen sehr hohen Preis für Jahrzehnte von unglaublich dummen Entscheidungen zu bezahlen.

>>> zum englischsprachigen Original

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter


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