Zwei bemerkenswerte Charts zum Kaufkraftverlust von Fiat-Währungen

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Ein Beitrag vom Nachtwächter am 28.10.2014


James Turk im Interview mit Eric King von King World News, veröffentlicht am 27.10.2014


James TurkTurk:  “Auch wenn das Referendum um die Schweizer Goldinitiative noch einen Monat entfernt ist Eric, der Kampf wird dort bereits heiß. Die Kräfte für stabiles Geld sind gegen jene aufgestellt, die den Status Quo der Zentralbank-Dominanz und –Kontrolle vertreten, die zu der finanziellen Repression geführt hat, die die Weltwirtschaft plagt.Das Referendum ist eindeutig wichtig für die Zukunft des Schweizer Franken, es hat aber auch wichtige Auswirkungen auf Gold. Eine “Ja“-Entscheidung wird die Sichtbarkeit von Gold erhöhen und zu größerer Nachfrage nach physischen Metallen führen. Das wiederum wird das Bewusstsein für den entscheidenden Unterschied zwischen physischem Gold und Papierversprechen erhöhen, die vorgeben genauso gut wie Gold zu sein.

Natürlich sind sie nicht genauso gut, denn ein handfestes Asset ist etwas grundsätzlich anderes, als irgendein Versprechen. Der Goldpreis wird also von diesen Entwicklungen positiv beeinflusst werden. Eine “Nein“-Entscheidung wird Gold aber nicht wehtun. Das Einzige, was eine “Nein“-Entscheidung tun wird, ist den Schweizer Franken auf den Fiat-Geld-Friedhof befördern. Ich habe zwei Rohöl-Charts mitgebracht, um diese Schlussfolgerung zu verdeutlichen.

Beide Charts basieren auf 100, sie zeigen also die relativen Veränderungen der Rohölpreise vom gleichen Ausgangspunkt aus. Gegeben, dass der selbe Standard gemessen wird – in dem Fall ein Barrel West Texas Intermediate –, vergleichen und veranschaulichen diese Charts die Kaufkraft der entsprechenden Währungen.

So ist zum Beispiel der Rohölpreis in Britischen Pfund seit 1950 um das 61-fache gestiegen. Dies ist die schlechteste Performance der gezeigten nationalen Währungen. In Dollar ist der Rohölpreis um das 53-fache gestiegen, mit anderen Worten, die Inflation des Pfunds war höher, als bei allen anderen im Chart gezeigten Währungen.

Bitte beachten Sie die rote Linie. Sie zeigt den Rohölpreis in Gold und der hat sich nicht verändert. Gold hat seine Kaufkraft über die letzten 64 Jahre erhalten. Eine Unze Gold kauft heute dieselbe Menge Rohöl, wie im Jahr 1950.

crude oil vs currencies chart 1

Während der Euro und der Schweizer Franken die Kaufkraft seit 1950 besser erhalten haben, als der Dollar und das Pfund, müssen wir doch etwas genauer hinsehen, denn der Euro wurde offiziell erst ab Januar 1999 gehandelt. Der obige Chart zeigt für den Zeitraum davor die Deutsche Mark, die von der Bundesbank mit ihrer stabilen Geldpolitik hervorragend gemanaged wurde.

Darüber hinaus ist der Schweizer Franken inzwischen an den Euro gebunden und sein Schicksal hängt von dieser Währung ab. Der folgende Chart zeigt nun die Kaufkraft genau der gleichen Währungen seit 1999.

crude oil vs currencies chart 2

Dieser Chart sieht vollkommen anders aus, als der andere und dafür gibt es gute Gründe. Der Euro wird von der EZB gemanaged, nicht von der Bundesbank und die EZB folgt nicht den stabilen Geldprinzipien der Bundesbank. Sie bevorzugt Fiat-Geld und Zentralbankkontrolle, genau wie die Federal Reserve und die Bank of England. Entsprechend ist der Kaufkraftverlust in Euro, Dollar und Pfund über die letzten 15 Jahre sehr ähnlich.

Es ist also keine Überraschung, dass der Euro fast genauso rapide an Kaufkraft verliert, wie das Pfund und der Dollar. Und der Schweizer Franken ist an das Schicksal des Euro gebunden, was die schweizer Währung und entsprechend das schweizer Volk in eine nachteilige Position bringt. Eine “Ja“-Entscheidung beim Referendum über die Schweizer Goldinitiative wird also dazu beitragen, den Schweizer Franken wieder in die richtige Richtung zurückzuführen, was natürlich die des soliden Geldes ist.

Es gibt einen weiteren wichtigen Aspekt, den man aus diesen Charts ableiten kann, Eric. Zentralbanken sagen heutzutage immer, dass sie ihre Fiat-Währungen schwächen müssen, um wirtschaftliches Wachstum anzukurbeln. Diese konventionelle Weisheit widerspricht aber der historischen Erfahrung.

Plus500Die zwei stärksten Währungen von 1950 bis 1999 waren die Deutsche Mark und der Schweizer Franken. Trotzdem verfügten diese Länder in diesem Zeitraum über die stärksten Volkswirtschaften und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen, was eindeutig belegt, dass solides Geld gut für wirtschaftliches Handeln ist. Die Perspektive, dass es weicher Währungen bedarf, ist schlichtes Papperlapapp der Zentralbanken mit dem Zweck, ihre ungeheuerliche und nicht akzeptable Machtposition aufrecht zu erhalten.

Jeder Schweizer sollte sich vor der Wahl diese Charts anschauen. Diese Charts sind wirklich derart bedeutsam, dass jedermann davon profitieren kann, die wichtige von ihnen vermittelte Botschaft zu verstehen: nur Gold ist solides Geld und die Fiat-Währung der Zentralbank nicht.

Die Kaufkraft von Fiat-Geld wird vom Miss-Management der Zentralbank fortlaufend erodiert, bis das Vertrauen in die Fiat-Währung letztlich vollkommen verloren geht; die Menschen sie also nicht mehr benutzen. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Kaufkraft der Fiat-Währung vollends verloren geht – die Währung kollabiert und wird wertlos. Die tote Währung wird dann schnell im Fiat-Geld-Friedhof begraben, während die Zentralbanker die sie gekillt haben versuchen, eine Ersatz-Währung aufzublasen.

Niemand will das wirtschaftliche und finanzielle Resultat einer kollabierten Währung erleben, aber es hat dutzende Fiat-Währungen gegeben, die zusammengebrochen sind. Wir können demnach aus der Geld-Geschichte lernen, dass der Zusammenbruch von Fiat-Geld unausweichlich ist. Hoffentlich treffen die Schweizer die richtige Wahl und entscheiden sich für die Goldinitiative und solides Geld.“

>>> zum Original-Artikel bei King World News


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